Mit dem vorliegenden Beitrag sollen einige der wichtigsten Etappen nachgezeichnet und untersucht werden, die dazu geführt haben, die Grenzen und Aufgaben des Humanen in der deutschen Philosophie vom Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zu definieren. In dem Bewusstsein, dass die Humanität nie Ausgangspunkt, sondern immer Ziel ist, stellten Philosophen, Aufklärer und Idealisten, von Herder über Kant bis zu Hegel, Betrachtungen zu den Grundlagen für eine ebenso holistische, wie auch entwicklungsbezogene Anschauung des Humanen an. Im Zentrum steht bei Hegel die Anerkennung der Alterität nach einem wechselseitigen und nie asymmetrischen Paradigma. Auf dieser soliden Basis entstanden dann die bedeutenden Beiträge der Theoretiker der Einfühlung, von F.Th. Vischer bis zu T. Lipps, die sich auf die Fähigkeit konzentrierten, sich in ein Kunstwerk oder in Formen der Natur hineinzuversetzen, und damit wichtige Anregungen gaben, die dem Menschen innewohnende Fähigkeit des Miterlebens auch auf einen außer-ästhetischen Bereich auszudehnen, Fähigkeit, die noch heute der Verbesserung bedarf, um die vollkommene Übereinstimmung des Menschen mit seiner Idee zu erreichen.

Iannelli, F. (In corso di stampa). Menschlich werden. Nachklänge der deutschen Philosophie im Hinblick auf die größte Herausforderung. In LEARNING TO BE HUMAN.

Menschlich werden. Nachklänge der deutschen Philosophie im Hinblick auf die größte Herausforderung

Francesca Iannelli
In corso di stampa

Abstract

Mit dem vorliegenden Beitrag sollen einige der wichtigsten Etappen nachgezeichnet und untersucht werden, die dazu geführt haben, die Grenzen und Aufgaben des Humanen in der deutschen Philosophie vom Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zu definieren. In dem Bewusstsein, dass die Humanität nie Ausgangspunkt, sondern immer Ziel ist, stellten Philosophen, Aufklärer und Idealisten, von Herder über Kant bis zu Hegel, Betrachtungen zu den Grundlagen für eine ebenso holistische, wie auch entwicklungsbezogene Anschauung des Humanen an. Im Zentrum steht bei Hegel die Anerkennung der Alterität nach einem wechselseitigen und nie asymmetrischen Paradigma. Auf dieser soliden Basis entstanden dann die bedeutenden Beiträge der Theoretiker der Einfühlung, von F.Th. Vischer bis zu T. Lipps, die sich auf die Fähigkeit konzentrierten, sich in ein Kunstwerk oder in Formen der Natur hineinzuversetzen, und damit wichtige Anregungen gaben, die dem Menschen innewohnende Fähigkeit des Miterlebens auch auf einen außer-ästhetischen Bereich auszudehnen, Fähigkeit, die noch heute der Verbesserung bedarf, um die vollkommene Übereinstimmung des Menschen mit seiner Idee zu erreichen.
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